Reiserecht

Viele Fälle können  teilweise schon während des Urlaubs  durch schlichte Informationsweitergabe gelöst wedrden, ohne das jemals ein Rechtsstreit entsteht. Nach unserer Erfahrung hat vor allem die außergerichtliche Geltendmachung von Ansprüchen regelmäßig Erfolg. Eine Klage und die Kosten hierfür können gespart werden.

Umfassende Beratung ist selbstverständlich, d.h. wir animieren Sie nicht dazu  einen Rechtsstreit zu führen, der kaum Aussicht auf Erfolg hat. Wenn wir einen Rechtsstreit empfehlen, dann soll am Ende etwas zählbares für Sie dabei stehen.
Gestaltungs- und Gewährleistungsrechte  beim Vorliegen von Reisemängeln geltend machen?

Rücktritt (§§ 651a Abs. 5, 651i BGB)
Kündigung (§§ 651e, j BGB)
Minderung (§§ 651c, d BGB)
Abhilfe fordern oder selbst Abhilfe schaffen (§651c Abs. 2 BGB)
Schadensersatz wegen Nichterfüllung (§ 651f Abs. 1 BGB)
Schadensersatz wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit (§ 651f Abs. 2 BGB)
Schmerzensgeld (§ 253 Abs. 2 BGB)
Aufwendungsersatz (§ 651c Abs. 3 BGB
Bei einem Mangel lassen Sie sich bitte nicht Ihren Urlaub vermiesen. Danach kontaktieren Sie uns. Sie bekommen von uns Informationen was zu beachten ist.

Alle Schäden können nach Ihrem Urlaub – gerne mit unserer Unterstützung – reguliert werden.

Wenn Sie die nachfolgenden Regeln beachten, sollte bei der Geltendmachung der Ansprüche kaum etwas im Wege stehen.

1. Mangel beim Reiseveranstalter/ Reiseleiter anzeigen.

Dieser Punkt ist unumgänglich, ansonsten können wir leider nichts für Sie machen. Bitte unbedingt an den Reiseveranstalter herantreten. Bitte grds. nicht an das Reisebüro oder die jeweiligen Leistungsträger (Hotel, Transportagenturen,…). Wie so oft gibt es auch davon zahlreiche Ausnahmen, aber mit der Anzeige des Mangels beim Reiseveranstalter ist der wichtigste Schritt getan.

2. Beweise sichern

Sie tragen die Beweislast dafür, dass Sie den Mangel angezeigt haben. Am Besten ist es, wenn Sie sich schriftlich bestätigen lassen vom Reiseveranstalter vor Ort, dass Sie einen Reisemangel angezeigt haben, bei wem Sie den Reisemangel angezeigt haben und welche Reisemängel Sie angezeigt haben.

3. Art von Beweisen

Zeugenaussagen (Bitte schriftlich bestätigen. In einigen Monaten ist alles vergessen.)
Fotos
Videos

Was muss ich nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub beachten?
Sie haben ab dem vertraglich vorgesehen Ende der Reise 1 Monat Zeit Ihre Ansprüche geltend zu machen. Wenn Sie das gemacht haben, können Sie nicht mehr unter die 1-monatige Ausschlussfrist von § 651g Abs. 1 BGB fallen.

Sie haben dann grds. 2 Jahre Zeit Ihren Anspruch durchzusetzen, danach ist er verjährt gem. § 651g Abs. 2 BGB. Bitte beachten Sie, dass das einige Reiseveranstalter die Verjährungsfrist in Ihren AGB auf 1 Jahr herabsetzen. Dies ist grundsätzlich zulässig, bedarf im Einzelfall aufgrund einiger Ausnahmen auch einer Prüfung. Machen Sie Ihren Anspruch einfach im ersten Jahr geltend, dann stellt sich dieses Folgeproblem nicht.

Welche Rechte habe ich bei der Buchung einer Individualreise?

Bei Individualreisen gibt es keinen Reiseveranstalter, d.h. Sie müssen sich mit jedem Anliegen an den jeweiligen Leistungsträger halten. Zudem finden die §§ 651a ff. BGB grundsätzlich keine Anwendung. Nichts desto trotz stehen Ihnen sämtliche Gestaltungs- und Gewährleistungsrecht zu, die das Deutsche Recht kennt.

 

Gerne übernehmen wir für Sie auch auf Grund unserer langjährigen Erfahrungen auf diesem Rechtsgebiet die Terminsvertretungen gegenüber Kreuzfahrtanbietern wie AIDA oder A-Rosa vor dem Amtsgericht in Rostock.